Wilson verhindert Trump-Rekord

Kyren Wilson hat die Championship League und damit seinen vierten Titel bei einem Weltranglistenturnier gewonnen.

Der 'Warrior' schlug dabei im Endspiel der dritten Ausgabe des Turniers im Jahr 2020 Judd Trump mit 3:1 und brachte diesem nach zuvor zehn Siegen in Serie die erste Finalniederlage bei einem Ranglistenturnier bei. Damit behält Stephen Hendry seinen Rekord von 11 Turniersiegen in Folge. Für Wilson war es der erste Turniersieg auf englischem Boden und nach zuletzt drei teils deutlichen Endspielniederlagen der erste Titel seit dem German Masters 2019. Zudem klettert der Engländer in der Weltrangliste auf seine höchste Karriereplatzierung und ist nun auf Rang 5 zu finden. John Higgins, der in seiner Gruppe mit Kyren Wilson, Joe Perry und Ken Doherty ausschied, sorgte am Finaltag in Milton Keynes ebenfalls noch für ein Highlight und spielte das 11. Maximum Break seiner Karriere und zog damit mit Stephen Hendry gleich.

Trump und Wilson hatten sich in dem dreiphasigen Gruppenturnier letztlich in ihren Finalgruppen durchgesetzt und standen sich damit schon zum fünften Mal in den letzten sechs Turnieren in einem Match gegenüber. Dabei ging der erste Durchgang mit einer 64 an Wilson, ehe Trump brillant zurückschlug und mit einer 118 den Ausgleich machte. Der 'Warrior', der wie schon den ganzen Tag mit teils sensationellen Einsteigern überzeugen konnte, holte sich umgehend die Führung zurück und setzte mit einer 88, bei der er eine 4-Ball-Kombination einbaute, den Schlusspunkt. Judd Trump, der im Grunde keinen echten Fehler einbaute und starke Safeties spielte, war machtlos.

Mit dem Turniersieg von Wilson rückt David Gilbert als letzter Spieler in das nächste Woche stattfindende Champion of Champions auf. Die 16 Spieler, die die Turniersieger des letzten Jahres sowie drei Nachrücker über die Weltrangliste abbilden, duellieren sich im inzwischen etablierten und prestigeträchtigen Einladungsturnier um den Titel. Als Titelverteidiger geht Neil Robertson ins Rennen, der letztes Jahr in einem denkwürdigen Finale und einem der besten Matches aller Zeiten Judd Trump geschlagen hatte.