White-Comeback zur Titelverteidigung

Jimmy White hat seinen Titel bei der World Seniors Championship nach einem sensationellen Comeback im Finale erfolgreich verteidigt.

Trotz eines 0:4-Rückstandes gegen Ken Doherty gewann der Engländer noch mit 5:4 im Crucible Theatre und krönte sich damit zum zweiten Mal in Folge mit dem Senioren-WM-Titel. Der 58-jährige, der das WM-Finale an gleicher Stelle sechs Mal in seiner Karriere verloren hatte, setzte sich in einem qualitativ hochwertigen Turnier gegen Joe Johnson, Peter Lines und Stephen Hendry durch, während Doherty das Finale mit Siegen gegen Rodney Goggins, Darren Morgan und Michael Judge erreicht hatte.

Im von Michaela Tabb geleiteten Endspiel holte sich Doherty mit Breaks von 93, 46 und 56 eine schnelle 4:0-Führung. Der Ire spielte solide und nutzte seine Chancen konsequent, während bei White nichts zusammenlief und einfachste Bälle nicht den Weg in die Tasche fanden. Nachdem sich der 'Wirbelwind' mit Serien von 42 und 44 zwei Frames erkämpfen konnte, schlichen sich bei Doherty Ungenauigkeiten und Unkonzentriertheiten ein. Der 50-jährige ließ immer wieder gute Chancen aus, um den Sieg unter Dach und Fach zu bringen und als er nach einer verpassten Pinken den siebten Frame auf Schwarz verlor, kippte das Match endgültig. Breaks von 79 und 85 komplettierten das Comeback von Jimmy White und beendeten eine tolle Senioren-WM.

Am vergangenen Freitag sind zudem von WST die Awards für die vergangene Saison vergeben worden, diesmal in digitaler Form als Ersatz für das ausgefallene Awards Dinner. Judd Trump ist dabei in allen drei Kategorien (WST-Experten-Wahl, Fan-Wahl, Journalisten-Wahl) zum Spieler des Jahres gewählt worden. Er hatte als erster Snooker-Spieler innerhalb einer Saison sechs Ranglistenturniere gewonnen. Die Performance des Jahres ging an Ronnie O'Sullivan für seinen WM-Triumph, während John Higgins mit seinem Maximum Break im Crucible Theatre für den Magischen Moment des Jahres sorgte. Neuling des Jahres wurde Louis Heathcote, der es in seiner Debüt-Saison auf der Main Tour bis auf Platz 82 in der Weltrangliste schaffte und die Runde der letzten 32 bei den English Open erreichte.