Brecel holt zweiten Profi-Titel

Luca Brecel hat die Championship League in einem dramatischen Finale gegen Ben Woollaston gewonnen und damit seinen zweiten Titel auf der Main Tour geholt.

In einer bis zum letzten Frame spannenden Finalgruppe setzte sich der Belgier mit 5 Punkten knapp vor Woollaston und Stuart Bingham durch. Letzter in der finalen Gruppe, in der von 64 gestarteten Spielern nur vier übrig blieben, wurde Ryan Day. Brecel war mit einem glatten 3:0 gegen Bingham in den Tag gestartet und brachte sich damit gleich in eine gute Ausgangslage. Zwei Centuries spielte er dabei und konnte in der Folgezeit beobachten, wie sich Woollaston, Day und Bingham gegenseitig die Punkte wegnahmen.

Während Woollaston gegen Day und Bingham gegen Woollaston jeweils mit 3:1 gewann, kam Day sowohl gegen Brecel als auch gegen Bingham nicht über ein 2:2 hinaus. Das Unentschieden im Match Bingham-Day bedeutete dann auch, dass die Entscheidung im letzten Match des Tages fallen würde. Dem Belgier hätte dabei ein Remis gereicht, während Woollaston zwingend gewinnen musste.

Brecel erhöhte den Druck auf Woollaston gleich zu Beginn auf das Äußerste, als er dank einer 67 in Führung ging. Doch der Engländer schlug brillant zurück. Mit zwei Centuries (141, 126) drehte er den Spieß um und setzte seinen Kontrahenten damit selbst unter Druck. So musste also der allerletzte Frame das Turnier entscheiden, in dem zunächst beide ihre ersten Einsteiger verpassten. Als Brecel jedoch eine Rote lochte und trotz Nervosität das Break zu einer entscheidenden 111 durchzog, war das Match gelaufen.

Für den 25-jährigen bedeutet das neben dem zweiten Profi-Titel nach der China Championship 2017 die erfolgreiche Qualifikation für das Champion of Champions. Das Turnier in Milton Keynes konnte ohne negative Schlagzeilen und mit ungeheurem Organisationsaufwand erfolgreich beendet werden, was ein Riesenerfolg für den Snookersport ist. Die Tour Championship wird ab nächsten Samstag an gleicher Stelle stattfinden, ehe man sich für die WM-Qualifikation und die Weltmeisterschaft ebenfalls noch ein paar Maßnahmen einfallen lassen muss. Die letzten 11 Tage haben aber gezeigt, dass das funktionieren kann!