Robertson lässt Zhou keine Chance

Neil Robertson hat das European Masters im österreichischen Dornbirn gewonnen.

Im einseitigen Endspiel des ersten Turniers der European Series gewann der Australier nach einer Demontage seines Gegners mit 9:0 gegen einen chancenlosen Zhou Yuelong. Der Chinese hatte erstmals das Finale eines Ranglistenturniers erreicht und blieb in diesem ohne Framegewinn. Es ist der erste Whitewash in einem Ranglisten-Endspiel über mehrere Sessions seit dem 10:0 von Steve Davis beim Grand Prix 1989 gegen Dean Reynolds. Für Robertson war es der 17. Titel bei einem Weltranglistenturnier und die Fortsetzung seiner beeindruckenden Serie, in jedem Kalenderjahr seit 2006 ein Turnier gewonnen zu haben.

Nachdem Robertson einen umkämpften ersten Frame auf Pink geholt hatte und Zhou auch im zweiten Frame seine Chancen nicht nutzen konnte, setzte sich der Australier in der Folgezeit ab. Ohne einen einzigen Punkt für den Chinesen spielte Robertson Breaks von 57, 99, 128 und 82 hintereinander weg und stürmte mit 5:0 in Führung. Immer wieder fand sich Zhou auch in schwierigen Snookern gefangen, was Robertson oft genug die Chance gab, sich genügend Punkte zu holen. So gingen auch die nächsten beiden Frames an den 'Thunder from Down Under', der die Session schließlich mit einer 109 stilvoll beendete.

Am Abend konnte Zhou Yuelong dann zwar ein paar mehr Punkte auf das Board bringen, zu einem Framegewinn reichte aber auch das nicht. Unter anderem mit einem ziemlich bösen Snooker auf gelb holte sich Robertson genügend Punkte, um den Frame und damit das Match zu seinen Gunsten zu entscheiden.

Mit dem Sieg steigt Robertson, der nun gute Chancen auf das Extra-Preisgeld der European Series hat, in der Weltrangliste in die Top 3 auf, während Zhou auf Platz 25 rangiert, seiner höchsten Karriere-Platzierung. In der nächsten Woche beim German Masters in Berlin, dem zweiten Turnier der neu geschaffenen Serie, hat Neil Robertson gleich die nächste Gelegenheit zum Punktesammeln für den Bonus. Viel Konkurrenz für das Sonderpreisgeld hat der Australier nicht, da viele Top-Spieler und Dornbirn-Qualifikanten das Ticket nach Berlin nicht buchen konnten.