Bingham erstmals Masters-Champion

Stuart Bingham hat das Masters 2020 und damit seinen zweiten Titel bei einem Triple-Crown-Turnier gewonnen.

Der 43-jährige ist damit der bislang älteste Sieger des prestigeträchtigen Einladungsturniers und streicht die Rekordsumme von 250.000 Pfund für den Titel ein. In einem phasenweise hochklassigen Finale setzte sich der Engländer mit 10:8 gegen seinen Landsmann Allister Carter durch. Carter, der nur dank der Absage von Ronnie O'Sullivan überhaupt ins Teilnehmerfeld gerutscht war, wartet damit weiter auf seinen ersten Triple-Crown-Titel und ist nun schon seit fast vier Jahren ohne einen Turniersieg.

Das Endspiel unter elektrisierender Atmosphäre im Alexandra Palace begann mit einem Century durch Ali Carter. Mit einer 75 schlug Bingham allerding sofort zurück und ging dann auch gleich erstmals selbst in Führung. Dank Serien von 56 und 93 zeigte das Pendel im Anschluss wieder auf Carter, der dann aber die letzten drei Frames der ersten Session abgab. Bingham holte sich mit einer 66 zunächst den Ausgleich und schnappte sich mit einer weiteren 50 und einem umkämpften achten Frame eine knappe 5:3-Führung vor dem Abend.

An ebenjenem kam der Weltmeister von 2015 aber zunächst überhaupt nicht ins Match. Mit gewohnt gutem Matchplay sicherte sich der 'Captain' die ersten beiden Durchgänge und zeigte dann mit Breaks von 95 und 133 Punkten auch sein starkes Scoring. Wie so oft in der Woche stellte sich das Midsession Interval aber als kleiner Wendepunkt heraus. Bingham kam sichtlich verbessert aus der Pause und stürmte quasi fehlerlos mit Serien von 64, 85, 58 und 88 wieder mit 9:7 in Führung. Carter, in den vier fraglichen Frames nahezu chancenlos, verkürzte zwar mit einer 77 nochmal, die Niederlage konnte er aber auch nicht mehr verhindern. Mit seinem ersten Century im Turnier, einer 109, markierte Stuart Bingham den Schlusspunkt unter ein kurioses Masters.

Der Snookerzirkus macht im Prinzip ohne Pause weiter. In den nächsten sechs Wochen steht in jeder Woche ein Turnier an, beginnend am Mittwoch mit dem European Masters im österreichischen Dornbirn.