Selby mit Sturmlauf zum English-Open-Titel

Mark Selby hat die English Open und damit seinen ersten Titel seit über einem Jahr gewonnen.

Im einseitigen Finale ließ der 3-fache Weltmeister seinem Gegner David Gilbert beim 9:1 nicht den Hauch einer Chance. Für Gilbert war es im vierten Endspiel bei einem Weltranglistenturnier die vierte Niederlage, letztlich aber auch die, bei der er am wenigsten ausrichten konnte. Für Selby ist es zudem die Qualifikation für das Champion of Champions und der insgesamt 16. Ranglistentitel. Nachdem der Engländer im Halbfinale gegen Mark Allen bereits kurz vor dem Aus stand und nach epischem Kampf und 3:5-Rückstand noch mit 6:5 gewann, ließ er im Finale nichts anbrennen. David Gilbert hatte das Endspiel durch einen souveränen 6:3-Sieg gegen Maximum-Mann Tom Ford erreicht.

Mit einer Lochquote von 99 % und gnadenloser Chancenverwertung war Selby mit Breaks von 88, 68, 79 und 85 mit 4:0 in Führung gestürmt, bevor Gilbert in Frame 5 erstmals überhaupt mal zweistellige Punkte auf das Scoreboard brachte. Nach einem starken Snooker auf die letzte Rote ging jedoch auch dieser Frame an Selby. Gilbert zeigte in Frame 6 dann aber, warum er in Crawley im Finale stand und verkürzte mit einer 101 auf 1:5, auch wenn dies sein einziger Framegewinn bleiben sollte. Mit Serien von 130 und 97 beendete Mark Selby die einseitige erste Session mit einer 7:1-Führung bei einer Lochquote von 97 %.

Sollte David Gilbert auf ein Comeback gehofft haben, wurde diese Hoffnung am Abend relativ schnell zunichte gemacht. Zwar legte der WM-Halbfinalist in Frame 9 eine 51 vor, doch Selby flukete einen Snooker auf die letzte Rote, aus dem Gilbert nicht sicher herauskam. So räumte die langjährige Nummer 1 der Weltrangliste den Tisch zum 8:1 ab und ließ dann eine schnelle 101 zum ungefährdeten Sieg folgen. Mit dem Triumph in Crawley klettert Selby auf Rang 4 in der Weltrangliste, während Gilbert ebenfalls einen Platz gutmacht und auf der 11 zu finden ist.

Weiter geht es auf der Main Tour in dieser Woche mit den Gruppen 3 und 4 der Championship League, ehe nächste Woche in Yushan die World Open folgen. Dort wird der letzte Platz für das Champion of Champions vergeben, der entweder an den Turniersieger in China oder an Senioren-Weltmeister Jimmy White gehen wird.