Bingham verhindert Titelverteidigung

Stuart Bingham hat die Gibraltar Open gewonnen und damit seinen sechsten Weltranglistentitel geholt.

Im Finale bezwang er Titelverteidiger Ryan Day mit 4:1, der damit seinen dritten Triumph bei einem Weltranglistenturnier verpasste. Bingham, der 9 Centuries auf der Felseninsel spielte, zeigte das gesamte Turnier über eine sehr gute Leistung und krönte sich verdient mit der Trophäe. David Gilbert, der im Viertelfinale ausschied, verpasste hingegen das Last-Minute-Ticket für die Tour Championship. Kyren Wilson und Stuart Bingham sicherten sich die letzten beiden Plätze für das Turnier der acht besten Spieler der Saison.

Day und Bingham, die zuvor die beiden Halbfinal-Debütanten Lu Ning und Yuan Sjiun bezwungen hatten, zeigten zu Beginn des Endspiels ein Offensiv-Spektakel. Eine 48 für Bingham reichte nicht, als Day mit einer 83 in Führung ging. Doch der Engländer ließ sich nicht lumpen und zeigte mit Serien von 100, 84 und 103, wer das Finale gewinnen sollte. Der fünfte Frame war deutlich umkämpfter, was auch an einigen ungewohnten Fehlern von beiden Akteuren lag. Letztlich holte sich Bingham aber auch diesen Durchgang, obwohl er mehrere Versuche brauchte, um den Frameball in die Tasche zu bringen.

Ganze 25.000 Pfund streicht der 41-jährige für seinen Sieg ein. Zum Vergleich: Die Teilnehmer der morgen startenden Tour Championship erhalten bereits für eine Niederlage in der 1. Runde 20.000 Pfund. Nach dem Turnier der besten acht Saison-Spieler bleiben uns dann nur noch die China Open, ehe es mit dem Saison-Höhepunkt in Sheffield losgeht.