Überraschungs-Sieg für Gould

Martin Gould hat etwas überraschend zum zweiten Mal in seiner Karriere die Championship League gewonnen.

Für den Engländer lief die Saison bislang weitgehend enttäuschend, doch mit dem 3:1-Erfolg im Finale gegen Jack Lisowski konnte sich Gould neben dem Titel auch das Ticket für das Champion of Champions im Herbst 2019 sichern. Bereits 2013 hatte der 37-jährige das Wettanbieter-exklusive Turnier für sich entscheiden können und stand ein Jahr später erneut im Finale. Diesmal hatte Gould sich in der Finalgruppe gegen namhafte Konkurrenz wie Judd Trump, Mark Selby, John Higgins, Neil Robertson und Stuart Bingham durchsetzen können, ehe er das Endspiel gegen Lisowski dominierte.

Gould war mit einer 115 schnell in Führung gegangen, doch Lisowski schaffte dank einer 63 sofort den Ausgleich. Das Match wurde nun etwas zerfahrener und umkämpfter, doch es war meistens Gould, der erfolgreich aus den Safety-Duellen hervorging und vor allem deutlich mehr aus seinen Chancen machte. So holte er sich die nächsten beiden Durchgänge jeweils auf die Farben und sorgte dafür, dass Lisowski weiterhin auf seinen ersten Titel auf der Main Tour warten muss.

Das höchste Break der Siegergruppe hatte Judd Trump mit einer 136 gespielt, was gleichzeitig das 600. Century Break für den Engländer war. Er ist damit der 5. Spieler nach Ronnie O'Sullivan, Stephen Hendry, John Higgins und Neil Robertson, der diese Marke erreicht hat.

Erneut folgt nun auf ein Turnier gleich das nächste. Auf Gibraltar steigt ab heute mit den Gibraltar Open das letzte Weltranglistenturnier vor der Tour Championship. Stuart Bingham, Kyren Wilson und David Gilbert duellieren sich dort um die letzten zwei Plätze beim Event der 8 besten Spieler der Saison.