Indian Open erneut mit Debüt-Titel

Mit Matthew Selt hat bei der fünften Ausgabe zum dritten Mal ein Spieler seinen ersten Ranking-Titel bei den Indian Open geholt.

Der Engländer behielt im Finale in Kochi gegen Lyu Haotian, der genau wie Selt zum ersten Mal im Endspiel eines Ranglistenturniers stand, mit 5:3 die Oberhand. Der Chinese schafft damit trotz seiner Finalniederlage zum ersten Mal in seiner Karriere den Einzug in die Top 32 der Weltrangliste. Auch Matthew Selt, der im Halbfinale Titelverteidiger John Higgins ausgeschaltet hatte, macht einen Sprung nach vorne und steht nun auf Platz 35. Vor den Indian Open war Selt nie über das Viertelfinale bei einem vollwertigen Weltranglistenturnier hinausgekommen. Schon Michael White und Anthony McGill hatten in Indien ihre erste große Trophäe holen können.

Das Finale in der Küstenstadt im Süden Indiens war ein Musterbeispiel für die Päckchentheorie. Nachdem sich Selt auf die Farben den ersten Frame geholt hatte und mit einer 84 auf 2:0 erhöhte, riss sein chinesischer Gegner das Match an sich. Mit Breaks von 115, 56 und 66 machte Lyu aus dem 0:2 ein 3:2 und schien das Momentum auf seiner Seite zu haben. Doch der Engländer schlug zurück: Eine 102 brachte Selt den Ausgleich und er holte sich auf die Farben im nächsten Frame sogar die Führung zurück. Der 21-jährige ehemalige U21-Weltmeister nutzte dabei einige gute Chancen nicht und sah sich im nächsten Frame nach einer 72 von Selt mit einem zu hohen Rückstand konfrontiert. Zwar kämpfte Lyu noch lange um Snooker, verhindern konnte er die Niederlage aber nicht mehr.

Ohne Pause geht es auch diesmal gleich mit dem nächsten großen Turnier weiter: Bei der Players Championship kämpfen in dieser Woche die 16 besten Spieler der Saison in Preston beim zweiten Turnier der Coral Series um den Titel und 125.000 Pfund Preisgeld für den Sieger. Das erste Event der Serie, den World Grand Prix, hatte Judd Trump für sich entscheiden können.