Un-Nooh stürmt zum ersten Sieg

Thepchaiya Un-Nooh hat das Shoot-Out und damit seinen ersten Titel bei einem vollwertigen Weltranglistenturnier gewonnen.

Der Thailänder, offiziell der schnellste Spieler auf der Main Tour, erspielte sich den Sieg beim 1-Frame-Turnier mit einem klaren 74:0-Erfolg im Endspiel gegen Michael Holt, der damit auch sein zweites Ranglistenfinale verlor. Wie schon in vielen Matches davor verhalf Un-Nooh ein schnelles und hohes Break zum Sieg. Während es im Endspiel eine 74 aus seiner ersten Chance heraus war, zauberte er im Halbfinale mit einer 139 das höchste Break der Turniergeschichte auf den Tisch. Es war eines von vier Centuries beim Turnier in Watford, wobei die 133 von Luca Brecel das 100. Century Break des Belgiers markierte.

Für Aufsehen sorgten viele Überraschungs- und Achtungserfolge. So erreichte Jamie Clarke sein erstes Halbfinale bei einem Ranglistenturnier und auch Lukas Kleckers konnte ein paar weitere Siege auf der Main Tour feiern, in dem er wie schon bei den Welsh Open die Runde der letzten 32 erreichte. Weiter geht es bereits in dieser Woche bei den Indian Open in Kochi, im Anschluss folgt die Players Championship mit den 16 besten Spielern der Saison.

Am Freitag ging in Israel zudem die U21-Europameisterschaft zu Ende und Jackson Page tritt die Nachfolge von Simon Lichtenberg an. Der Waliser hat mit dem Titel, den er durch ein 5:1 im Finale gegen Ross Bulman holte, ein Main-Tour-Ticket für die nächsten zwei Jahre in der Tasche. Beim U18-Event setzte sich Aaron Hill mit 4:3 gegen Dylan Emery durch. Aus deutschsprachiger Sicht konnte leider nur der Österreicher Florian Nüssle überzeugen, der beim U18-Event das Halbfinale erreichte und es beim U21-Turnier ins Achtelfinale schaffte. Bester Deutscher bei der U18-EM war Fabian Haken (Achtelfinale), bei der U21-EM war es Umut Dikme (ebenfalls Achtelfinale). Das Hauptturnier, die EBSA-Europameisterschaft, bei der es ebenfalls ein Main-Tour-Ticket zu ergattern gibt, läuft seit Samstag und geht bis 2. März. Aus deutschsprachiger Sicht sind hier Robin Otto und Michael Schnabel für Deutschland sowie Andreas Ploner, Florian Nüssle und Philipp Koch für Österreich am Start.