Robertson beendet Home Nations Series mit Sieg

Neil Robertson hat die Welsh Open und damit das letzte Turnier der Home Nations Series gewonnen.

Zum zweiten Mal nach 2007 - damals noch in Newport - gewann der Australier das Turnier in Wales und holte damit seinen 15. Titel bei einem Weltranglistenturnier. In dieser Statistik, in der er damit wieder mit Mark Selby gleichzog, liegen nur Stephen Hendry, Ronnie O'Sullivan, John Higgins, Steve Davis und Mark Williams vor Robertson. Stuart Bingham verpasste mit der 7:9-Niederlage im Finale seinen sechsten Ranglistentitel und die Verteidigung seiner Ranglistenpunkte vom Triumph vor zwei Jahren an gleicher Stelle. Für weitere Highlights in Cardiff sorgten viele überraschende Siege von Underdogs sowie zwei Maximum Breaks von Neil Robertson und Noppon Saengkham.

Stuart Bingham, der im Halbfinale Joe O'Connors Überraschungslauf mit 6:2 gestoppt hatte, bekam in fast jedem Frame des Endspiels die erste Chance. Kaum eine davon konnte der Engländer in der Anfangsphase aber nutzen und reihte zu häufig einen Fehler in sein Spiel ein. So konnte sich Neil Robertson, der sein Halbfinale gegen Hossein Vafaei glatt mit 6:0 gewann, eine 5:2-Führung herausarbeiten, unterstützt von Serien in Höhe von 71, 69, 72 und 70. Bingham, der aus schweren Bildern oft leichtere machte und das Zepter dann zum ungünstigsten Zeitpunkt an seinen Kontrahenten abgab, konnte mit Breaks von 50 und 102 wenigstens Schadensbegrenzung betreiben und das Match nach der ersten Session mit 3:5 offen halten.

Auch am Abend schien das Bild so weiter zu gehen. Bingham bekam den 9. Frame einfach nicht ins Ziel und Robertson bedankte sich mit einer 65 zum 6:3 und erhöhte mit einer 56 dann sogar auf 7:3. Der Engländer aber gab nicht auf. Nachdem er auf 4:7 herankam und Robertson in Frame 12 Braun verschoss, war 'Ball-Run' wieder auf 5:7 an seinen Gegner herangezogen. Nach der Pause verschafffte sich Bingham durch bessere Chancenverwertung sogar den Ausgleich zum 7:7. Die Chance zur erstmaligen Führung verpasste er aber. Nachdem sich der 'Thunder from Down Under' auf die Farben das 8:7 holte, schaute er nicht mehr zurück. Mit einer 83 aus der ersten Chance heraus machte Neil Robertson den hart erarbeiteten Sieg letztlich doch noch klar.

Der Australier rückt damit wieder in die Top 8 der Weltrangliste, während Bingham trotz des Finaleinzuges auf Rang 14 abrutscht und damit mitten im Kampf um die direkten WM-Plätze steckt. Wichtig dafür werden dann die hochdotierten China Open sein, deren Qualifikation bereits heute beginnt. Ende der Woche beginnt dann das Shoot-Out, wo für einige Spieler die letzte Chance besteht, sich für die Players Championship zu qualifizieren.