Sperren für Jones und John

Nach dem Urteil vor einem Monat ist nun auch das Strafmaß für die wegen Korruption verurteilten Spieler Jamie Jones und David John bekanntgegeben worden.

David John hat zugegeben, zwei Matches gegen Graeme Dott und Joe Perry verschoben zu haben. Die absichtliche Beeinflussung der Matches im September 2016 und Januar 2017 hatte John lange nicht zugegeben und Telefondaten nicht preisgegeben, um so die Ermittlungen zu behindern. John darf in Folge dessen bis einschließlich 21. Dezember 2023 an keinem Event der WPBSA teilnehmen und muss zusätzlich 17.000 Pfund an Verfahrenskosten bezahlen. Die ursprünglich auf 7 Jahre angesetzte Sperre wurde nach dem Schuldeingeständnis auf 5 Jahre und 7 Monate verkürzt.

Jamie Jones hingegen hat sich zwar nicht des Matchfixings schuldig gemacht, hat aber den Versuch einer Person ("A" genannt) mitbekommen, David John zu dem Matchfixing gegen Graeme Dott zu überreden. Da er dies nicht in angemessner Zeit gemeldet hat, wurde Jones ebenfalls gesperrt. Das Spiel wurde ja dann tatsächlich verschoben. Der Waliser darf nun für 12 Monate an keinem Event der WPBSA teilnehmen, eine Sperre, die damit bis 10. Oktober 2019 läuft und somit bis in die nächste Saison hereinreicht. Das ist insofern problematisch für Jones, da er in der provisorischen Saisonendrangliste nur auf Platz 58 steht. Sollten also bis zum Ende der Weltmeisterschaft noch 7 Spieler an ihm vorbeiziehen - was angesichts von nur knapp 15.000 Pfund Unterschied zu Platz 65 nicht unwahrscheinlich ist - verliert der Waliser seinen Main-Tour-Platz.

Auch Jones' Sperre wurde nach dem Geständnis der Vorwürfe reduziert, in diesem Fall von 16 auf 12 Monate. Zumindest zeigt auch dieses Urteil wieder, dass die WPBSA weiterhin hart gegen Matchfixing und Glücksspiel vorgeht. Ob man davon irgendwann tatsächlich verschont bleibt, wage ich dennoch zu bezweifeln. Ich hatte dazu auch schon einen ausführlichen Blog verfasst.