Traumjahr für Allen mit Titel in Glasgow gekrönt

Mark Allen hat sein ohnehin schon famoses Jahr 2018 mit dem Titel bei den Scottish Open beendet.

Damit ging die erste und die letzte Trophäe des Jahres an den Nordiren, der dem Triumph beim Masters im Januar und dem bei der International Championship noch einen weiteren Erfolg hinzufügte. Auch das Finale der UK Championship hatte Allen, der gestern Shaun Murphy in dessen ersten Endspiel der Saison mit 9:7 bezwang, erreicht. Damit führt der 32-jährige die Saisonrangliste weiterhin souverän an und überwintert auf Platz 6 in der Weltrangliste. Für Murphy war es die beste Turnierwoche seit Monaten und trotz des verpassten Titels ein Schritt in die richtige Richtung.

Mark Allen leitete das von vielen Wendungen gekennzeichnete letzte Finale des Jahres mit einem Century passend ein. Bis zum Midsession Interval ging der Nordire jeweils zwei Mal in Führung. Shaun Murphy schaffte jeweils mit Breaks von 53 und 56 den sofortigen Ausgleich und ging nach der Pause seinerseits erstmals in Front. Mit Breaks von 82, 64 und 70 holte sich der Nordire aber die letzten drei Frames der ersten Session und verschaffte sich mit dem 5:3 einen kleinen Vorteil für den Abend.

Dort erhöhte der Masters-Champion dann auch gleich auf 6:3, lochte dann bis zum Midsession Interval aber keinen Ball mehr. Murphy hingegen lochte reihenweise lange Bälle und schaffte mit Serien von 50 und 115 bis zur Pause wieder den Ausgleich. Nach dem Interval ging der Engländer nach einem katastrophalen Fehler von Allen, der eine leichte Rote auf die Mitte verschossen hatte, sogar erstmals seit dem 3:2 wieder in Führung. Doch nun zeigte Mark Allen, was ihn derzeit so auszeichnet: Mit nochmals höher geschaltetem Gang spielte er Serien von 66, 134 und 83 zum 9:7-Sieg.

Damit ist das Snookerjahr 2018 so gut wie vorbei. Nur die Qualifikation zum German Masters steht ab dem morgigen Dienstag in Barnsley noch an, dann dürfen sich die Spieler in die wohlverdiente Weihnachtspause verabschieden.