Vorfreude auf den Krapfenwahnsinn

Avatar of KathiKathi - 22. Februar 2017 - LochBar

Willkommen – oder sollten wir sagen: Welcome – in der LochBar. Auf der Karte stehen hier allerlei Häppchen und Schlückchen aus der Welt des Snooker. Manchmal öffnet die Bar ihre Pforten, was dann passiert, wird sich zeigen! Eine Kolumne über den Sport, den wir alle lieben – auch wenn niemand sonst uns versteht.

Die Faschingszeit schlägt wieder um sich. Ich kaufe wegen der diversen Supersonderspezialkombiangebote grundsätzlich einen Krapfen zu viel und habe vorsichtshalber auch schon eine Packung Luftschlangen zur Selbstverteidigung besorgt. Nicht, dass ich noch aus Versehen in so einen komischen Umzug gerate. Generell gilt zu dieser Jahreszeit: Ein Haufen Leute steht grölend in der ersten Reihe und der Rest der Nation schlägt erschüttert die puderzuckerbestäubten Hände über dem Kopf zusammen.

So ist es auch beim Snooker Shootout, das quasi der Ballsport-Beitrag zum Karneval ist. Viele hassen es regelrecht, andere erwarten schon sehnsüchtig ihre fünf Bier pro Session. Ich muss sagen, ich freue mich schon die ganze Woche wie ein Vanillekrapfen auf dieses Turnier.

Sollte das Shootout ein Ranglistenturnier sein? Nein, aber diese Frage haben andere schon zur Genüge beantwortet.

Gibt es mir die Gelegenheit, alle meine Lieblingsspieler (außer Maaark) auf dem TV-Tisch zu sehen – und sei es nur für zehn Minuten? Aber sowas von.

Ändern können wir den Wahnsinn kurzfristig eh nicht, also machen wir das Beste daraus! Gerade für die Fans, die es noch nicht nach Fürth geschafft haben, könnte das hier die beste Möglichkeit der Saison sein, Gesichter und Live-Scoring-Namen zu verbinden. Und wer weiß, vielleicht erobert ja ein charmanter Top-100-Spieler euer Fan-Herz und löst Ronnie als eure Nummer eins ab. An Fasching passieren bekanntlich verrückte Dinge!

Verkleidungstechnisch liegt das Shootout auch ziemlich nah am Karneval – schließlich sehen maximal drei Spieler in diesen chilligen Shirts wirklich gut aus, der Rest eher krapfenmitzuvielfüllungmäßig.

Büttenreden im eigentlichen Sinn hat das Turnier nicht zu bieten, aber dieses Jahr sollten doch die Spieler mit Mikros ausgestattet werden!? Das verspricht viel undeutliches Gemurmel und hoffentlich auch das kreative Vermeiden von Schimpfwörtern. Ich bin gespannt!

So, Freunde, dann kann es ja losgehen. Habt ihr die Regeln schon wieder im Kopf? Nein? Ich auch nicht, aber das macht gar nichts. Hauptsache man brüllt an der richtigen Stelle „Helau“, „Alaaf“, oder was einem sonst so einfällt. Nehmen wir dieses Turnier nicht zu ernst, gönnen wir uns ein bisschen Spaß und genießen wir die TV-Zeit unserer heimlichen Lieblinge.

Kathi

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