LochBar goes Crucible (4)

Avatar of KathiKathi - 25. April 2016 - LochBar

Die LochBar wird einmal mehr ins Crucible verlegt – schaut vorbei, ihr seid herzlich eingeladen!

Ich bin wieder zu Hause. Und vermisse das Crucible ehrlich gesagt ziemlich sehr. Es ist einfach der beste Ort zum Snookergucken. Der zweitbeste Ort zum Snookergucken ist dieser Tage Eurosport. Immerhin haben die uns fürs Wochenende einen Extra-Stream mit Kommentaren besorgt, damit wir aufhören, die Rückwärts-Radfahr-Fans zu nerven. Eine ebenso einfache wie geniale Lösung und dafür sage ich gleich am Anfang mal DANKE. Bitte auch für die Zukunft merken.

So, jetzt aber zurück zum Snooker an sich. Wobei… Wenn man in die Community guckt, fehlt dort neben den diversen <<hier bitte einen mehr oder weniger unfreundlichen Begriff einsetzen>> eigentlich nur noch jemand, der Verschwörungstheorien verbreitet. Gut, dann mach ich das eben! Es folgt eine Auswahl an diesjährigen paranormalen Vorkommnissen in Sheffield:

Klar, den FLUCH kennen wir mittlerweile alle. Aber dieses Jahr sind im Crucible auch die Poltergeister los. Sonntagmorgen, Entscheidung bei Murphy gegen McGill, am anderen Tisch spielt auch irgendwer: Plötzlich fällt mitten im Frame das große Betfred-Snooker-WM-Schild, das gerade noch friedlich über dem Ausgang des Tunnels gehangen hatte, herunter.
Das Schild so: *Plopp*
Und ich so: *Zusammenzuck*
Und die Spieler so: “Hä?”
Und die Marker so: “Und was jetzt?”
Und die Schiris so: “Keep the noise down, please!”
Und dann das Schild so: “Down kann ich.”
Was steckt hinter der Geisterattacke? Nun, das ist eindeutig: Das Ganze war Teil eines fehlgeschlagenen physikalischen Versuchs: Am Nachmittag würde ja Ronnie spielen. Wobei sich die einmalige Gelegenheit ergeben hätte, zu testen, ob seine Betonfrisur das Schild aufspießt oder von ihm plattgedrückt wird. Schade, dass wir es nie erfahren werden.

Ach, Ronnie, warum kam der eigentlich nicht zur Pressekonferenz? Hier drei mögliche Gründe:
1)    Er hat den Weg nicht gefunden. Das geht im Crucible schneller als du denkst. Du willst in die Arena und landest im Abstellraum. Du willst ins Foyer und landest in der Kommentatorenkabine. Du willst in den Presseraum und landest vielleicht im Graduate. Es ist wirklich unübersichtlich Backstage! Kein Wunder, dass die Spieler Lockrufe und Videoüberwachung brauchen, um überhaupt in die Arena zu finden.
2)    Er war betrunken. Sein Ex-Vodka-Sponsor ist neidisch auf die viel größere Vase der Wassersponsoren und hat ihm heimlich Hochprozentiges ins heiße Wasser gemischt. Betrunken Snookerspielen hat Ronnie in jahrelangen Trainingssessions mit Jimmy gelernt, aber Reden? Echt nicht.
3)    Er war anderweitig beschäftigt. Groupies gibt es in Sheffield genug und Ronnie war früher als Trophäe begehrter als der WM-Pokal.

Bleiben wir bei Ronnie, wo wir ihn doch alle so liebhaben. Warum ist Terry Camilleri erst nach ein paar Tagen dazugestoßen? Anders gefragt: Hat da jemand etwa Ronnie himself verärgert? In jedem Fall: Terry ist ein Top-Typ und nächstes Jahr hoffentlich wieder auf dem Schiri-Gruppenfoto drauf.

Wer sucht eigentlich die grausame Musik aus, die im Crucible läuft, wenn auf dem grünen Tischtuch gerade gar nichts los ist? Gut, dafür brauchen wir keine Verschwörungstheorie. Das war Dominic Dale.

Wem gehört das Kajal, das Montagmorgen in der Arena rumlag? Die Pressesitze habt ihr ja (lustigerweise auch mit mir drauf) im Fernsehen schon gesehen. Die kleine Balustrade davor wird gerne als Ablage für Notizblöcke (ich), unlesbare Zettelchen (Rob), nasse Handtücher (Schiri) oder Wasserflaschen (Kameramann) genutzt. Montagmorgen lag darauf allerdings zur großen Verwunderung aller plötzlich ein schwarzer Kajalstift. Wem könnte der bloß gehören?
1)    Judd Trumps Freundin – wobei, da reicht einer gar nicht
2)    Neil Robertson
3)    Dem semiprominenten Musikpromi mit dem Höhlenmenschenmantel
4)    Ronnie – um ein paar graue Betonsträhnchen zu kaschieren

Und zuletzt die dringendste Frage: Warum in aller Welt ist Mark Selby so blass? Da bietet sich zum Glück eine besonders plausible Erklärung an. Schuldgefühle. Mark hat mich nämlich eiskalt versetzt. Für Sonntagabend hatten ihn meine zwei englischen Lieblingsblogger extra einbestellt und er hat es schlicht vergessen. Einzig denkbare Entschuldigung? Der WM-Titel. (Okay, oder ein Selfie beim nächsten Mal.) Der Gedanke daran hat in ihm offenbar jene unvorstellbare Willenskraft hervorgerufen, die er brauchte, um Sam Baird ohne Loch- und Safespiel zu schlagen. Was auch immer da sonst noch los ist, hoffentlich sehen wir das tolle Selby-Lächeln bald wieder!

So, jetzt wissen wir endlich Bescheid. Und wenn sie sich nicht selbst gesnookert haben, dann spielen sie noch heute.

 

Kathi

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