LochBar

Doppel-Grand-Prix mit Hustensaft

Avatar of KathiKathi - 12. März 2016 - LochBar

Willkommen – oder sollten wir sagen: Welcome – in der LochBar. Auf der Karte stehen hier allerlei Häppchen und Schlückchen aus der Welt des Snooker. Manchmal öffnet die Bar ihre Pforten, was dann passiert, wird sich zeigen! Eine Kolumne über den Sport, den wir alle lieben – auch wenn niemand sonst uns versteht.

Ja wo sind sie denn hin, die Favoriten? Keine Spur von Selby, Trump, Robertson oder dem Dingsda mit den vielen Allüren im Halbfinale in Llandudno. Gut, Bingham ist noch dabei – aber bei dem wird der WM-Titel eher aus Mitleid als Respekt so oft erwähnt. Wo finde ich sie also, die Favoriten? Eigentlich wollte ich mich auf den langen, beschwerlichen Weg nach Eching bei München machen, um sie vielleicht beim dortigen Grand Prix zu treffen. Immerhin ist die deutsche Snookerelite jedes Jahr dort versammelt und vielleicht ist das genau der richtige Trost-Grand-Prix für glücklose Profis.

Allerdings brach dann die Strafe für die vielen bösen Bingham-Sprüche in Form einer Erkältung über mich herein und ich hatte Angst, à la Judd Trump in Llaneching verloren zu gehen. Ich habe ja auch keinen Manager, der mich im Ferrari wieder einsammelt.

Also bleibt nur eins: Snooker im Live-Stream. Doppelt! Zweimal Grand Prix, aus der schicken Arena in Wales und der Lagerhalle im Hinterhof im Nirgendwo.
Links Bingham gegen Perry, rechts Pinke Weste gegen Hipster (leider bin ich nicht so gut im Amateure-zuordnen…). Auf ins Abenteuer:
Links spielt Bingham nach dem Interval gerade ein 50+ Break, rechts gibt es erst einmal ein Safety-Duell, das gar nicht so übel aussieht. Nach einer besonders guten Safety von Pinke Weste klebt der Ball sogar ganz profimäßig an der Bande.

Foul und Miss wäre an dieser Stelle gefährlich – Schiris gibt es in dieser Runde nämlich noch nicht. Drüben im Halbfinale natürlich schon. Wie schön, dass Alex ein Halbfinale abbekommen hat. Und wie schön, dass wir diese Woche Schiedsrichter wie ihn, Theo und auch die polnischen Kollegen dabeihaben. Alle sind sie durch die European Tour aufgestiegen – für die absolute Spitze fehlt nicht das Talent, sondern eher noch ein bisschen das Prestige. So ein World Grand Prix kann da schnell Abhilfe schaffen. Dann lohnt sich auch die Mühe, für Stuart Bingham 300mal den Spielball reinigen zu müssen.

Beim anderen Grand Prix, in München, wird der Spielball im Match selten bis nie gereinigt. Was Hipster aber nicht davon abhält, einen tollen Einsteiger zu lochen. Und dann den Spielball. Na ja. Einer der Sessel in der Münchner „Arena“ ist übrigens knallrot. Vielleicht brennt er. Vielleicht ist er der Strafsessel für Spieler, die den Spielball lochen.

Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Nachmittagsspielen gibt es übrigens auch: Beide laufen bei mir in einem unkommentierten Stream. Das ist einmal super, im anderen Fall eher medium. Hauptsache wir haben zur WM unseren Rolf in Dauerschleife zurück und mit ihm die kommentierten Übertragungen von beiden Tischen zum Genießen! Sollen sich die Wintersportfans jetzt eben noch ein bisschen austoben.

Oh, plötzlich geht es zur Sache! Sehr guter Einsteiger von Hipster, sehr guter Einsteiger von Perry. Hipster verschießt dann braun. Perry verschießt lange nichts. Und dann pink. Es ist manchmal schon ein Gfrett mit diesem Snooker. Egal auf welchem Niveau.

Kathi

 

Hier noch der Link zum Stream aus München: Dort vorbeischauen oder hier reinschauen!! http://gp.mycuesport.com/

Und damit mir in ein paar Tagen niemand vor Schreck vom roten Stuhl fällt: Schon sehr bald gibt’s Die Große PTC-Abschieds-Emo-LochBar.

Von jetzt an könnt ihr mir direkt unter dem Text (und natürlich bitte weiterhin bei Twitter) Drohnachrichten hinterlassen. Danke, Christian!

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