Live aus dem Crucible (4)

Avatar of KathiKathi - 20. April 2015 - LochBar

Willkommen – oder sollten wir sagen: Welcome – in der LochBar. Auf der Karte stehen hier allerlei Häppchen und Schlückchen aus der Welt des Snooker. Manchmal öffnet die Bar ihre Pforten, was dann passiert, wird sich zeigen! Eine Kolumne über den Sport, den wir alle lieben – auch wenn niemand sonst uns versteht.

Während der ersten Tage der WM tauschen wir ausnahmsweise den Reisschnaps gegen ein paar Pints im Graduate.

Alles hat eine Ende, auch im Crucible. Sogar der elendlange Eröffnungsframe im Spiel Walden – Dott war irgendwann vorbei. Und um 14:11 Uhr heute Nachmittag geht mein Zug Richtung Manchester Airport. Aber gut, man soll ja aufhören, wenn es am schönsten ist.

Verbraten wir hier noch ein paar Notizen, die übrig sind und die ich noch nicht für die kommenden Texte (ja, da kommt noch was!) eingeplant habe. Zuerst – ihr erinnert euch – haben wir noch eine Tür abzuarbeiten: Die Stage Door! Sie trennt den Backstage-Bereich vom Rest der Snooker-Welt und ist bei Autogramm-Sammlern deshalb besonders beliebt. Es gibt Gerüchte, dass sogar schon unschuldige Blogger mit Autogrammanfragen belästigt wurden. Es gibt Gerüchte, dass sie das gar nicht so unschmeichelhaft fassen. Aber als BloggerIN wird man natürlich eher selten für einen Top-16-Spieler gehalten. Trotzdem ist es recht amüsant, an diesem Häuflein Snoopies / Groupies / was-auch-immer vorbeizulaufen.

Mehr Notizen. “Kein Wasser”. Zumindest nicht im Presseraum. Hier gibt es einen Kühlschrank voller Bier, Wein, seltsamer Saftmixgetränke – aber eben kein Wasser. Was sagt das über den Lebensstil der Crucible-Presse-Menschen aus? Man weiß es nicht. Als gesichert gilt, dass das Veranstaltungsbüro am Eröffnungstag als Schwarzmarkt für Mineralwasser fungierte. Aber mittlerweile ist auch diese Quelle versiegt.

Niemals wird dagegen der Bierfluss im Graduate versiegen. Wie sieht ein normaler Abend dort aus? Nun, Robert Milkins hat vielleicht gerade verloren, macht aber trotzdem einen leicht (ange)heiter(t)en Eindruck. Daneben sitzt der Wizard of Glos – ja, der ist tatsächlich so, wie er auf Twitter rüberkommt. Auch mit von der Partie ist Ali Carters Manager, der einen Sieg im Crucible verspricht und Ricky Waldens Manager, der sowas gerade eher nicht versprechen kann. Es geht lustig zu, aber über die Details legen wir hier den Mantel des Schweigens.

Was haben wir noch an Notizen übrig? Moment, da finde ich doch ein paar Zitate, mit denen sich Menschen in meinem Block verewigt haben!

“SB is ace.” – Snookerbacker

“DANI iS ACE!” – Dani

“Matt is ace!” – Kathi (wenigstens einer ist hier bescheiden!)

Na dann, das ist doch der perfekte Moment für ein DANKESCHÖN an meine Crucible-Media-Room-Gang:

First of all, thanks to my “snooker daddy” Snookerbacker for all the support – and for introducing me to his best pal Steve!

Thanks to Matt for all the high-fives and for saving me from a trip to McDonalds.

Thanks to Dani for the sandwich. ;)

And thanks to Ivan for inviting me and to Lewis for being so genuinely happy for me.

Ich verabschiede mich aus dem Crucible mit den Worten des großen Philosophen Stephen Magiogenes, die dieser direkt nach der Partie an Anthony McGill richtete. Leichter gesagt als getan im Crucible und das nicht nur wegen der Klimaanlage: “DON’T FREEZE!” – wer sich traut aufzutauen, erlebt hier ein Snookermärchen.

Kathi

Danke an Christian, ohne den das alles hier völligtotalunmöglich wäre!

Comments are disabled for this post.

0 comments