G0ten's Blog

Tempodromogramm - Teil 3

Avatar of GotenGoten - 04. Februar 2016 - Turnierberichte

Heute Nachmittag endet sie also schon, die erste Runde des German Masters 2016. Am Abend wissen wir sogar bereits die ersten Viertelfinalisten aus der oberen Draw-Hälfte. Nachdem mit Fu und Allen in der unteren Hälfte zwei weitere Favoriten die Segel streichen durften, ist dort viel Raum für einen Überraschungsfinalisten.

Ein paar Diskussionen kamen sowohl direkt vor Ort als auch auf Twitter bezüglich der Sessionaufteilungen auf. Warum werden nur in zwei Sessions wirklich alle fünf Tische genutzt, während die ersten Sessions gestern und heute nur 3 Matches zu bieten hatte? Ist es da nicht sinnvoll, 64 Spieler nach Berlin zu holen? Genau das hat man 2014 versucht und es ging gehörig schief. Na klar, der geneigte Gelegenheitszuschauer konnte im Bestfall sieben Matches gleichzeitig verfolgen, doch für Spieler, Organisatoren und ernsthafte Turnierverfolger war das grausam.

Der Turnierverlauf war kaum zu überblicken, zu viele Matches waren in zu kurzer Zeit zu absolvieren, denn verlängert wurde das Turnier nicht. Zudem gab es pro Session zwei unglückliche Spieler, die ihr Match in einer Nebenarena außerhalb der tollen Tempodrom-Atmosphäre ausspielen mussten. Da sind 32 Spieler schon deutlich entspannter, vielleicht sogar schon zu entspannt. So kommt es eben auch zu 3-Match-Sessions, wenn man die Ticketverkäufe entsprechend rentabel gestalten will. Es ist, wie der liebe Kollege Michael formuliert hat: Das Tempodrom ist zu klein für 64 Spieler, aber zu groß für 32 Spieler. Ob man das lösen könnte, in dem man einige Qualifikations-Matches für Berlin aufhebt, liegt in den Händen von World Snooker.

Was gibt es sonst neues zu vermelden? Judd Trump sprach gestern mit einem Kollegen von World Snooker ausgiebig über sein geplantes Event mit Ronnie O'Sullivan. Die Verträge sind unterschrieben und an 5 Terminen werden beide mit einer Shot Clock unter darts-ähnlicher Atmosphäre spielen. Der erste Termin wird im Juni sein, die weiteren folgen im September. Judd sagte außerdem, dass O'Sullivan nicht gerne gegen ihn spiele, da er nicht will, dass seine Gegner sich daran gewöhnen. Trump lernt viel aus den Matches gegen O'Sullivan, und genau das will der Exzentriker eigentlich verhindern.

Nicht ganz so gute Neuigkeiten gibt es auch zum Paul Hunter Classic. Zwar laufen die Verhandlungen noch und die Verträge sind noch nicht unterzeichnet, aber es werden in diesem Jahr wohl keine TV-Kameras vor Ort sein. Das Turnier wird zumindest in diesem Jahr noch als Minor Ranking Event stattfinden, die weitere Zukunft scheint aber mehr als unsicher. Ein vollwertiges Weltranglistenturnier daraus zu machen scheint für die Jungs von Snookerstars aktuell nicht machbar. Weiterhin nichts Neues gibt es zu den Ruhr Open, deren Zukunft ebenfalls ungewiss ist.

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