G0ten's Blog

Tempodromogramm - Teil 5

Avatar of GotenGoten - 07. Februar 2016 - Turnierberichte

Eine wunderbare Woche nähert sich so langsam ihrem Ende entgegen. Eine einzige Session mit hoffentlich viel spannender Snookerunterhaltung werden uns Luca Brecel und Martin Gould noch geben, dann wars das. Und auch wenn ich so viel Kaffee wie selten getrunken habe, so wenig geschlafen habe wie lange nicht und viel zu tun hatte, ich werde es nächste Woche schrecklich vermissen. Mein Körper hätte sich natürlich auch einen besseren Zeitpunkt für eine Erkältung aussuchen können, aber davon können im Tempodrom ja anscheinend viele ein Lied husten.

Mir ist das die letzten Jahre nie so aufgefallen, aber das Geröchel geht ja wirklich wie eine Laola-Welle durch die Arena. In den ersten Tagen war das Problem vielleicht auch noch nicht so akut, am Wochenende in nahezu ausverkauftem Haus scheinen sich die Atemwege der Besucher genau wie viele Favoriten in dieser Woche eine Pause zu gönnen. Apropos, als Abschluss meines Tempodromreports möchte ich die drei wichtigsten Fragen beanworten, die in dieser Woche aufkamen.

Hat der Veranstalter zu wenig Stars eingekauft?

Ja, hat er. Er hat nämlich gar keine geholt, eine Frechheit überhaupt. Ich hätte nie gedacht, dass das mal nötig wäre, aber Rolf musste den Zuschauern im Tempodrom tatsächlich erklären, dass die Favoriten genauso wie alle anderen zwei Qualifikationsmatches überstehen mussten. Und das halt mehr oder weniger erfolgreich.

War die Qualität dieses Jahr schwächer?

Ich würde auch hier ein vorsichtiges "ja" als Antwort geben. Sicher, nur 17 Centuries bis jetzt, dabei ein High Break von 125, ist nicht gerade berauschend. Auch die diesjährigen Halbfinals waren streckenweise keine gute Werbung für Snooker. Aber man darf nicht vergessen, dass jedes Turnier anders ist und andere Bedingungen aufweist. Jeder Spieler hat mal einen schlechten Tag und in Berlin wird ein vollwertiges Weltranglistenturnier halt auch in 5 schnellen Tagen durchgezogen. Dass da die Centuries nicht immer reihenweise fallen, ist einfach logisch. Nichtsdestotrotz würde ich das auch nicht auf das Fehlen des einen oder anderen Top-Spielers schieben, denn das Lineup im Tempodrom war auch ohne Ronnie, Neil oder Ding hervorragend. Und ein schlechtes Turnier war es ja nun wahrlich auch nicht, was wir hier erlebt haben, oder?

Kann man mit Jimmy White ein Selfie machen?

Ja, kann man. Man sollte es aber tunlichst vermeiden, einen 2-Sekunden-Countdown, von meinem Handy liebevoll "Perfektes Selfie"-Modus genannt, eingestellt zu haben. Der Gute Jimmy ist nämlich nach dem Knöpfchen-Drücken schneller weg als Peter Ebdon, wenn es Hühnchen zum Mittag gibt.

Ich möchte mich an dieser Stelle auch bedanken. Als erstes bei World Snooker und meinsportradio.de, ohne die ich die Möglichkeit nicht bekommen hätte, über das German Masters so ausführlich und nahe zu berichten. Auch bedanke ich mich bei allen, die in dieser Woche für Interviews bereitstanden und damit sind nicht nur die Spieler, sondern auch Rolf Kalb und Maike Kesseler gemeint. Auch einen Riesendank an die lieben Leute von Twitter und vom Tippspiel, die ich diese Woche kennenlernen durfte, darunter namentlich Lula, Michael, Imke, Detlef, Lena (plus Mama) und Whim. Ein Dank geht natürlich auch an alle Leser (und Hörer) und damit wünsche euch noch eine wunderbare zweite Session und vielleicht sieht man sich ja nächstes Jahr wieder im Tempodrom!

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