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Die Q-School-Sieger vorgestellt

Avatar of GotenGoten - 26. Mai 2015 - Spieler, Turnierberichte

Die beiden Q-School-Turniere sind nun also beendet und acht Spieler dürfen sich über ein zweijähriges Ticket für die Main Tour freuen. Aus deutscher Sicht hat es leider keiner geschafft und auch der Schweizer Alexander Ursenbacher scheiterte beim ersten Turnier knapp im Finale. Schauen wir uns aber jetzt mal die acht neuen (und alten) Q-School-Sieger an.

 

Sydney Wilson

Der 25-jährige Engländer ist längst kein unbekanntes Gesicht mehr, was man natürlich vor allem der PTC-Serie zu verdanken hat. In den letzten Jahren war er regelmäßiger Teilnehmer der Q-School und verpasste zwei Mal den Finaleinzug nur knapp. Nachdem er sich in diesem Jahr unter anderem gegen Haudegen Marcus Campbell und auch die deutsche Hoffnung Lukas Kleckers durchgesetzt hatte, löste er durch ein 4:1 gegen den Chinesen Chen Zhe das Main-Tour-Ticket.

 

Daniel Wells

Auch der Waliser Daniel Wells ist kein unbekanntes Gesicht mehr, war er doch von 2008-2010 und 2011-2014 schon mal auf der Main Tour. Im Jahr 2011 gewann der 26-jährige die Europameisterschaft in Sofia und holte im gleichen Jahr mit Wales auch den Team-EM-Titel auf Malta. Wells schaffte bereits mehrfach die Qualifikation für die Endrunde bei Weltranglistenturnieren, wobei sein größter Erfolg das Erreichen der Runde der letzten 32 beim German Masters 2011 sein dürfte. Nach seinem Sieg über Ursenbacher hat er nun zwei weitere Jahre Zeit, mehr von sich zu zeigen.

 

Eden Sharav

Der 23-jährige Schotte hat schon einige Male den Anlauf zum Snookerprofi genommen, um dann nur denkbar knapp vor der letzten Hürde zu scheitern. Im letzten Jahr erreichte er bei beiden Q-School-Turnieren das Finale, nur um dann mit anzusehen, wie sich Tian Pengfei und Michael Leslie die begehrten Tickets sicherten. Mit dem Sieg gegen Adam Duffy konnte sich Sharav diesmal allerdings behaupten und darf zwei Jahre als Neu-Profi sein Können zeigen. Das Einstellen seines größten Erfolges, das Erreichen des Achtelfinals beim PTC-Turnier in Sheffield 2011, sollte da allemal drin sein.

 

Rhys Clark

Auch für den 20-jährigen Schotten wird es der erste Profi-Ausflug ab der neuen Saison, nachdem er sich mit einem Sieg über Leo Fernandez das Ticket sichern konnte. Nachdem für Clark bei PTC-Turnieren in der Vergangenheit nicht sehr viel zu holen war, feierte der Mann aus Stonehouse in der letzten Saison endlich ein paar Amateur-Erfolge, als er bei den Indian Open sowohl Kurt Maflin als auch Pankaj Advani schlug. Nun wird sich zeigen, ob der Schotte das Zeug hat, sich unter den Profis zu behaupten.

 

Jason Weston

Der 44-jährige feiert dank seines Sieges über Kuldesh Johal seine erfolgreiche Bewerbung für einen zweiten Frühling. Der Engländer, bereits von 1991 bis 2003 auf der Main Tour vertreten, holte seinen größten Erfolg mit dem Halbfinaleinzug bei der Benson & Hedges Championship 1991, dem Qualifikationsturnier für das Masters, und erreichte zudem zwei Mal die Runde der letzten 32 bei Ranglistenturnieren. Nachdem unter anderem die Diagnose eines chronischen Erschöpfungssyndroms seinen ersten Main-Tour-Ausflug stoppte, hofft der Mann aus Portsmouth nun auf eine zweite Chance.

 

Gareth Allen

Der Namensvetter von Nordire Mark Allen, allerdings aus Wales kommend, konnte sich bereits bei Pro-Am-Turnieren sowie auf der PTC-Serie einen Namen machen. Der 26-jährige, Finalist beim EBSA-Quali-Turnier in Doncaster 2013, behielt gegen Alex Taubman mit 4:2 die Oberhand und sicherte sich so das Main-Tour-Ticket für die nächsten zwei Jahre. Sein größter Erfolg bisher ist das Erreichen des Endspiels bei der Europameisterschaft in Polen 2013, als er gegen Robin Hull verlor.

 

Duane Jones

Auch Duane Jones, der in einem spannenden Q-School-Endspiel, das erst auf die letzte Schwarze entschieden wurde, das große China-Talent Zhao Xintong geschlagen hat, wird nun erstmals auf der Main Tour vertreten sein. Der walisische U19-Meister von 2012 hatte im letzten Jahr den Q-School-Sieg noch knapp mit einer Niederlage gegen Chris Melling verpasst. Der 22-jährige Waliser, der sich im Jahr 2014 durch einen überraschenden Sieg über Joe Perry immerhin für die China Open qualifizieren konnte, kann nun alles daran setzen, erstmals über die Runde der letzten 64 bei einem Ranglistenturnier hinauszukommen.

 

Paul Davison

Der 43-jährige Engländer ist wohl das bekannteste Gesicht unter den Q-School-Siegern, war er doch seit 1992 immer wieder regelmäßiger Gast unter den Profis. Davison, der beinahe noch eine 3:0-Führung gegen Luke Simmonds vergab, feierte seine größten Erfolge tatsächlich aber erst in den letzten Jahren, als er beim German Masters 2012 und 2014 sowie bei den Australian Open 2013 die Runde der letzten 32 erreichte und mit Platz 70 seine höchste Weltranglistenplatzierung erreichte. Jetzt hat 'Snowy' also eine weitere Gelegenheit, sich unter den Profis zu etablieren.

 

Mit dem Ende der Q-School stehen nun so gut wie alle Spieler der neuen Saison fest. Lediglich ein Platz steht dem Sieger der Europameisterschaft im Prag Anfang Juni noch zu, dann ist das Lineup für die kommende Spielzeit komplett.

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