G0ten's Blog

Kribbeln im Zirkus

Goten - 29. Januar 2019 - Turniervorschau

Es ist wieder soweit. Morgen um 14 Uhr ist der Startschuss zu meinem persönlichen (und sicher von vielen weiteren Snookerfans) Highlight einer jeden Snooker-Saison. Das Berliner Tempodrom lädt zu einer phänomenalen Veranstaltung ein, die in fünf Tagen für mehr strahlende Augen sorgt als so manches Weihnachten es je könnte. Na gut, genug der Floskeln und Lobpreisungen, schauen wir doch mal gepflegt auf das German Masters 2019 voraus.

Ich glaube, man kann ohne Übertreibung behaupten, dass uns dieses Jahr das beste Lineup seit Einführung des Flat-Draws beim German Masters bevorsteht. Bei der 9. Ausgabe wird zum ersten Mal ein mehrfacher Sieger dieses Turniers als Titelverteidiger an den Start gehen. Mark Williams trifft zum Auftakt auf den chinesischen Jungspund Zhou Yuelong, bei weitem kein einfaches Los. Das kann man aber über mehrere Top-Spieler sagen. Peter Ebdon gegen Shaun Murphy, Barry Hawkins gegen Robert Milkins, Yan Bingtao gegen Matthew Stevens, Xiao Guodong gegen Ryan Day oder auch Ricky Walden gegen Mark Selby.

Mit Kyren Wilson, Joe Perry, Stephen Maguire, Judd Trump, John Higgins, Jack Lisowski, Ding Junhui, Neil Robertson und Stuart Bingham sind noch weitere Top-Stars am Start. Noch nie blieben so wenige Top-20-Spieler in der Qualifikation für das German Masters hängen. Im Grunde ein Wunder, wenn man bedenkt, dass ebenjene Quali direkt vor Weihnachten als letztes Event eines jeden Snookerjahres ausgetragen wird. Mit Luca Brecel und Ali Carter sind es nur 2 Spieler, die aus den Top 20 der Setzliste fehlen. Mit Carter, Martin Gould und Anthony Hamilton sind drei ehemalige Sieger des Turniers nicht dabei.

Aus den Top 16 fehlen Ronnie O'Sullivan und Mark Allen, die nicht gemeldet haben. Werden wir sie vermissen? Nicht unbedingt, Ronnie gibt sich seit Jahren in Berlin ja nur noch als TV-Experte die Ehre. Und Allen? Na gut, der ist in bestechender Form gewesen am Ende des letzten Jahres. Da tut es vielleicht schon mehr weh, aber mit dem Lineup der 32 Akteure, die da ab morgen um die schicke Glasschüssel kämpfen werden, ist das Meckern auf hohem Niveau.

Eins wissen wir auf jeden Fall: Die nächsten fünf Tage werden toll. Und auch bei einer weiteren Sache bin ich mir sicher: Sollte Michael Georgiou im Tempodrom ein Maximum Break spielen oder das Turnier gar gewinnen, dann brauchen die Wissenschaftler nicht mehr den Urknall erforschen. Wir werden ihn in bayerischer Variante ein zweites Mal erleben!

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